Chronologie des Zweckverbandes

  • 1974

    Gründung des Zweckverbandes

    Am 17. Mai 1974 wird von den Landkreisen Coburg, Kronach, Lichtenfels und der Stadt Coburg der Zweckverband für Abfallbeseitigung gegründet. Anlass ist das seit 1972 vorliegende Abfallbeseitigungsgesetz der Bundesregierung. Die Aufgabe der Abfallbeseitigung wird von den Gemeinden auf die Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte als leistungsfähige Einheiten übertragen.

  • 1975

    Gutachten für eine gemeinsame zentrale Müllbeseitigungsanlage

    Das Gutachten bevorzugt eine zentrale Deponie als Entsorgungsmöglichkeit und schlägt vier Deponiestandorte im ZAW-Gebiet vor.

  • 1976

    Einleitung von Raumordungsverfahren für drei potenzielle Deponiestandorte

    Für die Standorte Kleingarnstadt und Unterlangenstadt wird 1977 und für die graue Grube in Muggenbach 1978 ein Raumordnungsverfahren für einen möglichen Deponiestandort eingeleitet.
    Deponiestandorte werden von der Bevölkerung abgelehnt.

  • 1977

    Verhandlungen mit den städtischen Werken Coburg (SÜC) wegen Bau eines Müllheizkraftwerkes

    Im September 1977 finden zwischen dem ZAW und den SÜC erste Gespräche zum Bau einer Müllverbrennung in Coburg statt. Die Idee der Kombination der Energiegewinnung mit einer Müllverbrennung zum Betrieb des vorhandenen Fernwärmenetzes in der Stadt Coburg wäre denkbar. Das bisher zur Fernwärmeerzeugung vorhandene Kohlekraftwerk müsste grundlegend saniert werden.

  • 1978

    Vorstudie für MHKW und Einleitung eines Raumordnungsverfahren für Deponien

    Für den Bau eines MHKW in Coburg auf dem Gelände der Städtischen Werke wird eine Vorstudie in Auftrag gegeben. Parallel dazu werden Raumordnungsverfahren zur Festlegung von Deponiestandorten für eine Reststoffdeponie (Verbrennung) bzw. Reststoffdeponie (Kompostierung) für die Standorte Neubrand/Trübenbach, Tongrube Dörfles-Esbach, Hain/Wildenberg und Muggenbach im ZAW-Gebiet eingeleitet. Als Option für die geplante gemeinsame zentrale Müllbeseitigungsanlage werden auch verschiedene Kompostierungsverfahren untersucht.

  • 1979

    Grundsatzbeschluss der Verbandsversammlung für eine Müllverbrennung

    Nach eingehender Prüfung entscheidet sich der ZAW für die Müllverbrennung als künftigen Weg der Abfallbeseitigung. Der in die Diskussion gebrachte Ferntransport zum Müllkraftwerk Schwandorf scheidet aus ökologischen wie ökonomischen Gründen aus.

  • 1980

    Raumordnungsverfahren für MHKW Standort SÜC 1980-1981

    Das Gelände der SÜC bietet sich als Standort für den Bau einer Müllverbrennungsanlage an. Von hier aus kann ohne Umwege die bei der Verbrennung entstehende Wärme in das vorhandene Fernwärmenetz der Stadt Coburg eingespeist werden.

  • 1981

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  • 1982

    Raumordnungsverfahren für MHKW Standort Coburg - Neuses 1982 - 1983

    Obwohl eine Müllverbrennung auf dem SÜC-Gelände in der Stadt Coburg für die Stadt Coburg und auch für den ZAW finanziell die optimale Lösung wäre, wird für einen weiteren möglichen Standort außerhalb der Stadt in einem Gewerbegebiet im Stadtteil Neuses das ROV eingeleitet, das im Juli 1983 positiv abgeschlossen wird. Der SÜC-Standort ist politisch nicht durchsetzbar.

  • 1983

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  • 1984

    Planfeststellungsverfahren MHKW Coburg für den Standort Coburg Neuses 1984 - 1987

    Trotz erheblicher Bedenken und Einsprüche für den Standort Coburg-Neuses wird 1984 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Die Zeit drängt, weil die vorhandenen Deponiemöglichkeiten schneller zu Ende gehen, als es die Gebietskörperschaften erwartet haben. Gegen den Planfeststellungsbeschluss gibt es verschiedene Klagen, die zum Teil abgewiesen werden können oder mit einem Vergleich enden.

  • 1985

    Bau der Wertstoffsortieranlage (WSA) in Blumenrod 1985 - 1986

    Neben der Entsorgungssicherheit werden im Konzept des ZAW auch die ökologischen Belange berücksichtigt und im Rahmen eines Pilotprojektes die Einführung von grünen Mehrkomponenten Wertstofftonnen und der Bau einer Wertstoffsortieranlage realisiert. Dieses Projekt wird staatlich gefördert.

  • 1986

    Bau MHKW in Coburg – Neuses 1986 - 1988

    Im Oktober 1986 kann trotz vieler Schwierigkeiten mit dem Bau des MHKW im Gewerbegebiet Coburg-Neuses begonnen und der Probebetrieb nach zweijähriger Bauzeit Ende 1988 aufgenommen werden.

  • 1987

    Pilotprojekt Kunststoffaufbereitungsanlage Blumenrod

    Als weiterer Baustein des ökologisch orientierten Abfallkonzeptes und als Ergänzung zur Wertstoffsortieranlage (WSA) wird für die Verwertung von aussortierten Kunststoffen (Polyolefine) in Blumenrod die Kunststoffaufbereitungsanlage als Pilotprojekt unweit der WSA errichtet.

    Einleitung Raumordnungsverfahren Muggenbach

    Für den Standort Muggenbach wird in einem ROV die Eignung der roten Tongrube als Reststoffdeponie geprüft.

  • 1988

    Deponiestandortvergleich Dörfles-Esbach / Muggenbach

    Ein Standortvergleich der beiden Tongruben in Dörfles-Esbach und Muggenbach für eine Reststoffdeponie ergibt klare Vorteile für die graue und rote Tongrube in Muggenbach.

    Planfeststellungsverfahren Deponie Blumenrod 1988 - 1989

    Für das Gelände neben der vorhandenen Hausmülldeponie des Landkreises Coburg wird für den Bau einer Not- und Reststoffdeponie das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Es ist geplant dort Reststoffe der Müllverbrennung und nichtbrennbare Abfälle zu lagern.

  • 1989

    Inbetriebnahme MHKW Coburg

    Nach zweijähriger Bauzeit und einem mehrmonatigen Probebetrieb geht das Müllheizkraftwerk am 1. Januar 1989 in Betrieb. Der gesamte Haus-, Sperr-, und Gewerbemüll aus dem Verbandsgebiet wird seit diesem Zeitpunkt im MHKW Coburg verbrannt.

    Bau Umladestationen in Kronach und Lichtenfels 1989 – 1990

    Der ZAW hat sich gegenüber der Stadt Coburg verpflichtet, die Abfälle aus Kronach und Lichtenfels umweltfreundlich per Bahn zum MHKW zu fahren. Aus diesem Grund errichtet der Abfallzweckverband zwei Umladestationen in Kronach-Neuses und Lichtenfels-Seubelsdorf.

    Bau Deponie Blumenrod 1. Bauabschnitt 1989 - 1990

    Auf dem benachbarten Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie des Landkreises Coburg wird mit dem Bau der 1. Bauabschnitt der Not- und Reststoffdeponie in Blumenrod begonnen. Neben der Eindeponierung von Rückständen, wie Schlacke und Filterstäube aus der Müllverbrennung und nichtbrennbaren Abfällen, sollen in Ausfallzeiten des MHKW auch brennbare Abfälle zwischengelagert werden.

  • 1990

    Versuche zur Verfestigung von Filterstäuben

    Die bei der Rauchgasreinigung entstehenden Rückstände sind für die Eindeponierung in die Deponie Blumenrod vorgesehen. Um Schadstoffauswaschungen zu vermeiden, sollen die Filterstäube verfestigt werden.

    Flächendeckende Einführung grüne Altpapiertonne 1990 - 1991

    Nach mehrjähriger Testphase der 1986 eingeführten Mehrkomponententonne und einer wissenschaftlichen Auswertung wird im gesamten ZAW-Gebiet die grüne Tonne zur Erfassung von Altpapier allen Bürgern zur Verfügung gestellt.

    Sammelsystem für Kunststoffe

    Für die getrennte Erfassung von Kunststoffen aus Haushaltungen werden im Verbandsgebiet ein Zwei-Sack-Sammelsystem für Folien und Hohlkörper eingeführt.

  • 1991

    Nachrüstung Müllheizkraftwerk nach 17.BImSchV

    In den Jahren 1991 bis 1995 werden aufgrund der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung zur Reduzierung der Stickoxide Nachrüstungsmaßnahmen geplant, getestet und umgesetzt.

    Entscheidung zur Ablagerung von Filterstaub im Salzbergwerk

    Gegenüber den ursprünglichen Überlegungen, den Filterstaub auf der Deponie Blumenrod abzulagern, soll er künftig sicher und umweltfreundlich in einem ehemaligen Salzbergwerk als Bergversatz verwertet werden.

  • 1992

    Schlacke wird verwertet

    Auch bei der Schlacke wird der Weg der Verwertung beschritten. Die im MHKW anfallende Schlacke wird von einem Verwertungsunternehmen entsprechend aufbereitet und die darin enthaltenen Metalle sowie die Schlacke verwertet.

    Beitritt zum Dualen System Deutschland DSD (Grüner Punkt)

    Die Verpackungsverordnung (VerpackV) wird im Jahr 1991 beschlossen und das Duale System Deutschland (DSD) mit der Verwertung der Verpackungsabfälle beauftragt. Zur Erfassung der Verpackungen wird 1992 im Verbandsgebiet der gelbe Sack eingeführt.

  • 1993

    Bau Deponie Blumenrod, Bauabschnitt II

    Im Jahr 1993 wird mit dem Ausbau des zweiten Bauabschnittes zur Einlagerung von inerten Abfällen begonnen.

    Technische Deponieplanung / Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) in Muggenbach 1993 - 1994

    Für eine Nachfolgedeponie für Blumenrod werden rechtzeitig die Planungen aufgenommen, um zu jeder Zeit die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten.

  • 1994

    Inkrafttreten Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz

    Mit dem Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes am 27.09.1994 wird das vom ZAW bereits umgesetzte ökologisch orientierte Abfallkonzept: „Abfallvermeidung, Abfallverwertung und umweltverträgliche Abfallbeseitigung“ rechtsverbindlich für alle Kommunen in Deutschland vorgeschrieben.

    Umzug ins neue Verwaltungsgebäude Dörfles-Esbach

    Aus Platzgründen zieht der ZAW nach mehreren Jahren vom Landratsamt Coburg in sein eigenes Verwaltungsgebäude nach Dörfles-Esbach um.

  • 1995

    Gründung einer GmbH Kunststoffaufbereitungsanlage

    Für den weiteren Betrieb der Kunststoffaufbereitungsanlage wird eine GmbH gegründet. Der ZAW ist als Gesellschafter beteiligt und übernimmt die Geschäftsführung.

    Erweiterung und Umbau der Wertstoffsortieranlage

    Die im Jahre 1986 im Rahmen des Modellprojektes „Grüne Tonne“ in Betrieb genommene Wertstoffsortieranlage wird zu einer leistungsfähigen Sortieranlage mit zwei Sortierstrecken (Kunststoffe und Altpapier) erweitert und umgebaut.

  • 1996

    Stilllegung Krankenhausabfallverbrennungsanlage (KAVA)

    Die im MHKW integrierte KAVA wird aus wirtschaftlichen Überlegungen und aufgrund weitreichender gesetzlicher Auflagen außer Betrieb gesetzt. Der im Verbandsgebiet anfallende Krankenhausabfall kann in der Müllverbrennung Augsburg kostengünstiger entsorgt werden.

    Einreichung Planfeststellungsunterlagen Muggenbach

    Der ZAW reicht die Planfeststellungsunterlagen für die Reststoffdeponie Muggenbach bei der Regierung von Oberfranken zur Genehmigung ein. Die rote Grube soll als Reststoffdeponie für unverwertbare Schlackereste aus der Müllverbrennung und nichtbrennbare Abfälle genutzt werden, die graue Grube als Biotop erhalten bleiben.

    Inbetriebnahme Nachrüstung Rauchgasreinigungsanlage

    Das zur Minimierung der Stickoxid-Emissionen installierte neue Verfahren „Selektive Nichtkatalytische Reduktion“ (SNCR) nimmt den Betrieb Mitte des Jahres auf.

    Untersuchungen von Restmüll- und Altpapiertonne

    Der ZAW gibt eine Hausmüllanalyse in Auftrag. Damit sollen Erkenntnisse gewonnen werden, auf denen die Planungen der Abfallwirtschaft für die Zukunft basieren.

  • 1997

    Einstellung der Planungen für Deponie Muggenbach

    Die Reststoffdeponie Blumenrod kann aufgrund der stark gesunkenen Abfall- und Reststoffmengen und der relativ gesicherten Verwertungsmöglichkeiten für die Reststoffe aus dem MHKW länger als geplant betrieben werden. Der ZAW kann deshalb auf die geplante Nachfolge-Reststoffdeponie verzichten und zieht den Genehmigungsantrag für den Bau der Deponie in Muggenbach zurück.

    Biomonitoring MHKW

    Als Nachweis einer möglichen Belastung durch das MHKW lässt der ZAW neben Bodenproben in den Jahren 1991 und 1993 zusätzlich auch ein sogenanntes Biomonitoring durchführen, bei dem bestimmte Gras- und Grünkohlkulturen den Umwelteinflüssen ausgesetzt werden. Es kann damit die Schadstoffbelastung der Luft in der näheren Umgebung des MHKW bestimmt werden.

    Sickerwasserminimierung Deponie Blumenrod

    Zur Reduzierung der anfallenden Deponiesickerwassermenge wird auf dem Bauabschnitt II eine temporäre Kunststoffbahn eingebracht. Das so erfasste Regenwasser wird nicht belastet und kann im Vorfluter abgeleitet werden.

    Dosenfreie Zone im ZAW-Gebiet

    Mit einer gemeinsamen Aktion macht der ZAW und einige heimische Brauereien auf die zunehmende Getränkedosenflut aufmerksam. Es sollen die negativen Auswirken der Dosenflut auf die Umwelt und die regionale Wirtschaft eingedämmt werden.

  • 1998

    Übernahme Betriebsführung MHKW durch ZAW

    Zum 1. Januar übernimmt der ZAW als Eigentümer auch die Betriebsführung des Müllheizkraftwerks. Bisher hatten die Städtischen Werke Coburg (SÜC) das MHKW für den ZAW betrieben.

    Flechtenkartierung zur Begutachtung der Luftqualität

    Um Änderungen der Gesamtluftbelastung im Umfeld des MHKW langfristig zu beobachten beauftragt der ZAW gemeinsam mit der Stadt Coburg die Durchführung einer Flechtenkartierung.

    Einrichtung zum Verbrennen von Deponiesickerwasser

    Das in den ehemaligen Hausmülldeponien Oberlangheim und Blumenrod anfallende Sickerwasser darf nicht ohne Vorreinigung direkt in eine Kläranlage eingeleitet werden. Der ZAW installiert im Kesselhaus des MHKW eine Sickerwassereindüsungsanlage mit der das Sickerwasser in den Feuerraum der Kessel eingedüst und verbrannt wird. Die Schadstoffe werden dadurch zerstört.

    Neubau eines Ersatzteillagers auf dem Gelände des MHKW

    Die Fülle der verschiedenen Ersatzteile für die Verbrennungsanlage und die relativ langen Lieferzeiten aufgrund von Spezialanfertigungen, machen es notwendig, hierfür ein eigenes Lager zu errichten.

  • 1999

    Müll aus Erlangen wird im MHKW Coburg verbrannt

    Aufgrund von freien Kapazitäten im MHKW Coburg kann ein Vertrag mit dem Zweckverband für Abfallwirtschaft in Erlangen mit einer Laufzeit von 15 Jahren geschlossen werden. Rund die Hälfte der dort jährlich anfallenden 40.000 Tonnen Müll werden in Coburg verbrannt, der Rest in Bamberg.

    Einführung kaufmännische Buchführung

    Gleichzeitig mit der Umstellung der kameralistischen Buchführung auf die kaufmännische Buchführung wird für das MHKW ein Instandhaltungsprogramm mit Lagerwirtschaft eingerichtet.

    Tag der offenen Tür im MHKW

    Das gemeinsame Jubiläum 25 Jahre ZAW und 10 Jahre MHKW bieten den Anlass für einen Tag der offenen Tür im MHKW am 29. Mai.

  • 2000

    Brandschutzkonzept im MHKW verbessert

    Damit es bei einem Bunkerbrand im MHKW zu keinen größeren Schäden kommt, wird das Brandschutzkonzept verbessert. Neue Löschkanonen und die dazugehörigen Löschwasserbehälter sowie ein Laufsteg für die Feuerwehr werden installiert.

  • 2001

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  • 2002

    Verkauf Geschäftsanteil Kunststoffaufbereitungsanlage Blumenrod

    Der ZAW verkauft seine Anteile der Kunststoffaufbereitungsanlagen-Betreiber-GmbH an die private Abfallwirtschaft, bleibt aber noch Eigentümer der baulichen Anlagen.

  • 2003

    Deponiebrand in Blumenrod

    Auf der Deponie zwischengelagerte gepresste Ballen mit Sortierresten aus der Wertstoffsortieranlage geraten in Flammen. Ursache für den Brand war vermutlich Selbstentzündung.

    Gewerbeabfallverordnung tritt in Kraft

    Seit 1. Januar sind alle Erzeuger und Besitzer gewerblicher Abfälle verpflichtet, die kommunalen Restmüllbehälter in angemessenem Umfang zu nutzen und gewerbliche Siedlungsabfälle, die nicht verwertet werden können, dem zuständigen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zu überlassen.

  • 2004

    Beginn Umrüstung Prozessleittechnik

    Die zum Teil technisch veraltete analoge Leittechnik wird durch eine moderne digitale Prozessleittechnik ersetzt. Für die vorhandene Steuereinrichtung sind keine Ersatzteile mehr erhältlich. Der Umbau erfolgt bei laufenden Betrieb in mehreren Schritten.

    ZAW als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert

    Mit der Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb erfüllt der ZAW die formellen Bedingungen eines modernen Entsorgungsunternehmens. Hierzu ist ein Überwachungsvertrag mit einer technischen Überwachungsorganisation erforderlich.

    Zweckverband ändert Betriebsform

    Die Betriebsform wird zum 1. Januar vom sogenannten Regiebetrieb zum Eigenbetrieb geändert. Als Grundlage dient die Eigenbetriebsverordnung, nach der ein kommunaler Betrieb wesentlich effizienter und moderner geführt werden kann.

  • 2005

    Kooperation mit dem Landkreis Landsberg am Lech

    Ab Juni liefert der Landkreis Landsberg am Lech seinen gesamten Haus-, Sperr-, und Gewerbemüll zur Verbrennung am MHKW Coburg an. Diese Müllmenge trägt wesentlich zur Auslastung der Müllverbrennung bei.

    Deponieablagerungsverbot ab 1. Juni 2005

    Seit Anfang Juni dürfen keine unbehandelten Abfälle mehr auf Deponien abgelagert werden. Grundlage dafür sind die geltenden Bestimmungen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes zur vorrangigen Verwertung für Gewerbeabfälle. Zwölf Jahre waren dafür Zeit, ausreichend Verwertungskapazitäten zu schaffen.

    Müllheizkraftwerk Coburg voll ausgelastet durch Gewerbeabfälle

    Durch das Deponieablagerungsverbot fallen viele bisher genutzte billige Entsorgungsmöglichkeiten für Gewerbeabfälle weg. Der Gewerbemüll aus dem Verbandsgebiet, der bisher zum Teil einer Scheinverwertung zugeführt und billig auf Deponien entsorgt wurde, drängt wieder zur Verbrennung ins MHKW zurück. Dies führt kurzfristig zu Entsorgungsengpässen.

    Wechsel der Werkleitung des ZAW

    Über 30 Jahre lang prägte Dipl. Ing. Günter Berger als Geschäftsleiter, seit 2004 Werkleiter, die Abfallwirtschaft im Verbandsgebiet des ZAW. Zum Dank und als Anerkennung erhält er für seine Verdienste die Ehrenmedaille in Gold. Als neuer Werkleiter wird von der Verbandsversammlung Dipl. Ing. Peter Baj bestimmt.

  • 2006

    Bau einer Reserve-Verbrennungslinie wird geprüft

    Zur Aufrechterhaltung der Entsorgungssicherheit wird in Anbetracht des Entsorgungsengpasses im Jahr 2005 der Bau einer Reserveverbrennungslinie zusätzlich zu den beiden bestehenden Verbrennungslinien geprüft.

    Kosten-Nutzen-Analyse zum Bau eines Biomasseheizkraftwerkes

    Für die Sicherstellung der Fernwärmelieferung wird während der Revisionszeiten der beiden Mülllinien ein Kohlekessel eingesetzt. Der ZAW erwägt, diesen Kohlekessel auf Biomasse umzurüsten.

    Zweckverband bildet aus

    Im Müllheizkraftwerk gibt es erstmals zwei Ausbildungsplätze für Elektroniker für Betriebselektrik. Mit der Schaffung der neuen Ausbildungsplätze will sich der ZAW auf den Generationenwechsel der nächsten Jahre vorbereiten.

  • 2007

    Einstellung Betrieb Kunststoffaufbereitungsanlage Blumenrod

    Der Betrieb der Kunststoffaufbereitungsanlage in Blumenrod wird aus wirtschaftlichen Gründen vom Pächter der Aufbereitungsanlage zum 30.03.07 komplett eingestellt und die Anlage demontiert.

    Zweites Flechtengutachten zur Begutachtung der Luftqualität

    Laut dem Flechtengutachten belastet das Müllheizkraft die Luftqualität in Coburg nicht. Im Vergleich zum Flechtengutachten vor acht Jahren hat sich die Luft in vielen Bereichen sogar verbessert, bzw. ist gleich geblieben. Flechten reagieren relativ empfindlich auf Luftverschmutzungen und eignen sich daher gut, um langfristig die Güte der Lufthygiene zu messen.

    Neue Nachweisverordnung für gefährliche Abfälle

    Ab 1. Februar wird die Nachweisverordnung für gefährliche Abfälle geändert. Eine wichtige Neuerung wird die Umstellung der abfallrechtlichen Überwachung von gefährlichen Abfällen auf die elektronische Form sein.

  • 2008

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  • 2009

    Tag der offenen Tür im Müllheizkraftwerk

    Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des MHKW und 35 Jahre Zweckverband findet im Müllheizkraftwerk ein Tag der offenen Tür statt. Neben einem Festakt werden den rund 2000 Besuchern viele Informationen zum Thema Abfall geboten.

  • 2010

    Einstellung Sortierbetrieb in der Wertstoffsortieranlage Blumenrod

    Aufgrund mangelnder Aufträge stellt die Firma VENO, als Pächter der Wertstoffsortieranlage, den Sortierbetrieb ein. Die Firma VENO wird liquidiert.

  • 2011

    Nachrüstung und Ausbau der Deponie Blumenrod

    Mit dem Ausbau des dritten Bauabschnittes wird die Deponie der Deponieklasse II auf ihre endgültige Größe fertig gestellt. Im Bauabschnitt I wird ein Teilbereich mit einer Kunststoffdichtungsbahn nachgerüstet.

    Innovationsprojekt zur Minimierung des Stickoxidausstoßes (VLN)

    Zur Reduzierung der Stickoxide investiert der ZAW in das sogenannte Very-Low-NOx-Verfahren um die ab 01.01.2013 für Neuanlagen geltenden schärferen NOx-Grenzwerte freiwillig einzuhalten.

    Generalsanierung des Abwasserkanalsystems im MHKW

    In einem ersten Bauabschnitt werden schadhafte Abwasserleitungen auf dem Gelände des MHKW saniert bzw. erneuert. Die Sanierung wird sich über einen Zeitraum von drei Jahre erstrecken.

    Errichtung einer LKW Unterstellhalle

    Für die Entladefahrzeuge der Bahntransportcontainer wird auf dem Gelände des MHKW eine geeignete Unterstellhalle errichtet.